Workshop 14 -Isolieren mit größerer Blende

Die Aufgabe ist 3 Serien mit gleichem Schärfepunkt und jeweils Offenblende – f/6.3 – f/16 zu machen. Ein weiteres Motiv sollte in ca. 1 m Entfernung liegen um die Unterschiede im Nah- und Fernbereich aufzuzeigen.

Bei 28 mm sieht man bei Offenblende, was hier f/3.5 war, den 2. Hochspannungsmasten schon nicht mehr scharf – auf den 1. hatte ich fokussiert. Bei Blende 6.3 kommt er schon in die Schärfe hinein, aber bei f/16 ist er dann scharf.

Bei 135 mm ist die Offenblende f/5.6 nicht so weit von f/6.3 entfernt, dass man keinen deutlichen Unterschied in den beiden Bildern sieht. Die Pfütze auf der Weide, auf halbem Weg zu der Scheune wird erst bei f/16 scharf. Das bemerkt man aber nur, wenn man in das Bild hinein zoomt.

Bei 300 mm habe ich sogar das Gefühl, dass bei f/16 die Schärfe noch ein wenig abnimmt. Im Vordergrund gewinnt das Bild an Schärfe, aber die allgemeine Schärfe nimmt ein wenig ab. Beugungsunschärfe? Das Objektiv hat sein Stärke eher bei f/9 oder f/11.

Und hier 300 mm bei 1 m Abstand – hier sieht man, wie bei f/16 der Hintergrund deutlich an Struktur zunimmt, obwohl er immer noch in der Unschärfe liegt.

Normal nutze ich Blende 16 eher selten, weil bei meiner Art zu fotografieren eher die wenige Tiefenschärfe im Vordergrund steht. Ich finde es auch nicht wichtig ein Bild von vorne bis hinten scharf zu haben. Es reicht, wenn das wesentliche scharf ist. Der Rest darf ruhig in der Unschärfe versinken.

Dann war mein Objektiv natürlich nicht der Burner für diese Aufgabe, weil es mit Offenblenden aufwartet, die mit f/3.5 – f/5.6 schon fast bei f/6.3 liegen. Da ist dann auch kein großer Unterschied zu erkennen. Ich selber halte mich bei dem Objektiv eher zwischen f/9 und f/11, da es dann merklich bessere Schärfe bringt.

Ergebnis: – je länger die Brennweite desto einfacher die Freistellung – je näher das Motiv desto weicher und unstrukturierter der Hintergrund. Was bei f/16 in die Ferne fokussiert Schärfe ins gesamte Bild bringt, bringt das gleiche nicht in der Naheinstellgrenze. Aber dafür gibt es ja die Hyperfokaldistanz, die vor allem im Weitwinkelbereich super funktioniert – vielleicht wird das Thema ja in späteren Kapiteln noch kommen. Habe es im Inhaltsverzeichnis nicht gefunden.

Was zunehmend auffällt ist bei  den Umsetzungen der Workshops ist die Tatsache, dass die Übersetzung des Buches anscheinend Probleme mit sich bringt. Stellt sich die Frage, ob der Übersetzer mit dem Thema Fotografie vertraut ist? Die Aufgabenstellungen sind immer wieder verwirrend und unzureichend oder Fragen offen lassend beschrieben.

 


Im nächsten Workshop geht es um eine Tiefere Schärfeeben mit kleinerer Blende

Erscheint am 29.04.2018

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Bee macht noch ein bisschen Pause – hier kommt ihr zu Manuela. .

 

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Visuelle Werkzeuge Birgit Bee
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